Viele, die sich mit UV-Druckern nicht so gut auskennen, insbesondere Kunden, die mit traditionellen Druckverfahren wie Siebdruck und Offsetdruck vertraut sind, verstehen die Farbabstimmung der vier CMYK-Primärfarben bei UV-Druckern nicht. Manche fragen sich auch, warum ein Bildschirm nur drei Primärfarben hat, UV-Druckfarbe aber vier.
Theoretisch benötigen UV-Drucker für den Farbdruck nur drei Primärfarben: Cyan (C), Magenta (M) und Gelb (Y). Diese lassen sich, ähnlich den RGB-Farben eines Bildschirms, zum größten Farbraum kombinieren. Aufgrund der Zusammensetzung der UV-Tinte im Produktionsprozess ist die Farbreinheit jedoch begrenzt. Mit den drei Primärfarben CMY lässt sich lediglich ein dunkles Braun erzeugen, das nahezu Schwarz entspricht. Um ein reines Schwarz zu drucken, muss Schwarz (K) hinzugefügt werden.
Daher müssen UV-Drucker, die UV-Tinte verwenden, gemäß der Theorie der drei Primärfarben Schwarz hinzufügen. Aus diesem Grund verwendet der UV-Druck das CMYK-Modell. In der UV-Druckindustrie wird es auch als Vierfarbendruck bezeichnet. Die im Handel häufig anzutreffenden sechs Farben entstehen durch die Hinzunahme von Flüssigkristallen (LC).und LMZum CMYK-Modell. Die Ergänzung um diese beiden hellen UV-Farben dient der Erfüllung von Anforderungen an die Farbwiedergabe des Druckmusters, beispielsweise bei Werbematerialien. Das Sechsfarbenmodell ermöglicht eine höhere Farbsättigung, natürlichere Farbübergänge und eine deutlichere Schichtung des Druckmusters.
Darüber hinaus haben einige Hersteller angesichts der immer höheren Anforderungen des Marktes an die Geschwindigkeit und Druckqualität von UV-Druckern auch weitere Farbkonfigurationen eingeführt und zusätzlich zu den sechs Standardfarben einige Sonderfarben entwickelt. Das Prinzip ist jedoch dasselbe wie bei den Vier- und Sechsfarbenmodellen.
Veröffentlichungsdatum: 25. April 2024
